Wann du einen brauchst
Bei jeder Vermietung und jedem Verkauf. Ausgenommen sind unter anderem Baudenkmäler und Gebäude unter 50 Quadratmetern Nutzfläche.
Rund ums Wohnen
Ohne Energieausweis darfst du weder vermieten noch verkaufen. Er muss spätestens bei der Besichtigung auf dem Tisch liegen, unaufgefordert.
Bei jeder Vermietung und jedem Verkauf. Ausgenommen sind unter anderem Baudenkmäler und Gebäude unter 50 Quadratmetern Nutzfläche.
Spätestens bei der Besichtigung, und zwar unaufgefordert: Das Gebäudeenergiegesetz verlangt keine Nachfrage. Übergeben wird er bei Vertragsschluss.
Fehlt der Ausweis oder fehlen die Pflichtangaben im Inserat, ist das eine Ordnungswidrigkeit mit bis zu 10.000 Euro. Geprüft wird vor allem nach Hinweisen.
50 bis 120 Euro, 10 Jahre gültig
Rechnet mit den Heizkostenabrechnungen der letzten drei Jahre. Günstiger und schneller, sagt aber mehr über die Heizgewohnheiten der Vormieter aus als über das Gebäude.
100 bis 500 Euro, 10 Jahre gültig
Bewertet die Bausubstanz: Wände, Fenster, Dach, Heizung. Aufwendiger und teurer, dafür unabhängig vom Nutzerverhalten und aussagekräftig, wenn du über eine Sanierung nachdenkst.
Bei Wohngebäuden mit bis zu vier Wohnungen, deren Bauantrag vor dem 1. November 1977 gestellt wurde und die seither nicht auf den Standard der ersten Wärmeschutzverordnung gebracht wurden, schreibt das Gesetz den Bedarfsausweis zwingend vor. Ein Verbrauchsausweis wäre dort unzulässig, auch wenn ihn jemand anbietet. Baujahr und Sanierungen entscheiden also, welche Art überhaupt in Frage kommt.
Für eine einzelne Wohnung gibt es keinen eigenen Ausweis: Ausgestellt wird er immer für das ganze Gebäude. Bei einer Eigentumswohnung bekommst du ihn deshalb von der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft, nicht von einem eigenen Aussteller. Und er hängt am Gebäude, nicht an der Person: Beim Verkauf geht er an den Käufer über.
Die Pflicht greift, sobald ein Ausweis vorliegt, und trifft private Anbieter genauso wie Makler.
Ausstellen dürfen unter anderem Architekten, Bauingenieure und Handwerksmeister der einschlägigen Gewerke mit entsprechender Fortbildung. Jeder Ausweis bekommt eine Registriernummer beim Deutschen Institut für Bautechnik.
Frag nach der Registriernummer und danach, wer konkret ausstellt. Verbraucherschützer raten von Angeboten deutlich unter 70 Euro ab: Dort sieht sich in der Regel niemand das Gebäude an, und haften würdest am Ende du.